Anfang November veranstaltet der
Karow-Lübzer Modellbahnclub e.V.
in Jarmen wieder eine Modellbahnausstellung. Wir werden mit unserer 0e-Gemeinschaftsanlage ebenfalls als Aussteller mitwirken. Erstmals werden dabei
unsere beiden neuen Module in der Öffentlichkeit gezeigt. Zwar noch weitestgehend im Rohbau, aber immerhin mit Zugverkehr!
Öffnungszeiten:
Samstag, 07.11.2026: 10:00 - 18:00 Uhr
Sonntag, 08.11.2026: 10:00 - 16:00 Uhr
Adresse:
Kulturzentrum Jarmen
Rosenstraße 5
17126 Jarmen
Sie haben noch nie etwas von Stochow gehört? Nun ja - das könnte daran liegen, dass es Stochow eigentlich gar nicht gibt!
Wir sind vier Modellbahnfreunde aus Ostmecklenburg, die sich zum Ziel gesetzt haben dem gemeinsamen Hobby nachzugehen.
Drei von uns wohnen in Neubrandenburg und der andere ist in Neubrandenburg geboren, arbeitet in Westfalen, ist seiner Heimat aber stets verbunden geblieben.
Es soll eine Gemeinschaftsanlage in der Spur 0 und 0e entstehen, die sich an Motiven aus der Region orientiert. Stochow eben!
Seit dem Sommer wurde weiter an den beiden neuen Teilen gearbeitet. Frank hat in Heimarbeit aus Kunststoffprofilen eine Brücke gebaut. Sie ist bewusst einfach gehalten. Es geht schließlich "nur" über einen kleinen Bach. Einbauen werden wir die Brücke allerdings erst später: Pfeiler und Widerlager müssen wir schließlich auch noch bauen.
Unser Ziel ist es die beiden Teilen auf der Ausstellung in Jarmen zu zeigen. Grundvoraussetzung dafür sind verlegte Gleise und ein elektrischer Anschluss. Es wurden also zunächst die Gleise verlegt. Die verbaute Weiche wurde wieder angepasst: die Zungenschienen wurden getrennt und im oberen Bereich elektrisch mit dem Herzstück verbunden. Außerdem wurde die Stellfeder entfernt. Das schaffen die Servoantriebe nicht! Zu Hause am Schreibtisch wurden die Steckverbinder samt Kabel vorbereitet und auch schon die Steuerungssoftware angepasst. Anschließend konnten Kabel unter den Teilen angebracht und angeschlossen werden. Weichendekoder und Rückmelder wurden entsprechende Digitaladressen zugewiesen und in die Steuerungssoftware übernommen und geprüft. Jetzt kann die Steuerungssoftware weiter angepasst und die Routen definiert werden.
Prinzipiell steht der Ausstellung Anfang November nichts mehr im Wege. Vielleicht schaffen wir ja auch noch erste Schritte bei der Landschaftsgestaltung.
Neben der Ausstellung in Bollewick haben wir uns im Juli auch noch um den Weiterbau der nächsten zwei Teile gekümmert.
Zunächst wurden in die Spanten große Löcher als Kabeldurchführungen gebohrt. Da wir dieses Mal auf eine komplette Deckplatte verzichtet haben, müssen wir Kabel und elektronische Bauteile anderweitig führen und befestigen.
Außerdem wurden die Trassenbretter angefertigt. Dazu wurde der Plan der Module in 1:1 ausgedruckt und auf Sperrholzplatten übertragen. Ausgeschnitten wurden die 7 Zentimeter breiten Bretter dann mit der Stichsäge. Befestigt wurden sie dann auf Leisten an den Modulköpfen und auf den Spannten. In ähnlicher Weise wurden dann weitere Bretter als Bettung – diesmal nur 4,5 Zentimeter breit – angefertigt. Diese wurden mit dem Trassenbrett verleimt und verschraubt. Somit ist die Gleisführung für die nächsten zwei Teile schon gut zu erkennen.
Im Bogen des ersten Teils soll eine Brücke über einen Bach führen. Wir haben uns einige Vorbilder auf Fotos angeguckt. Es soll eine einfache Konstruktion mit zwei Pfeilern links und rechts sowie aufgelegten Doppel-T-Trägern werden. Darauf soll gleich die Gleistrasse aufgebracht werden. Die Brücke soll „am Schreibtisch“ entstehen und anschließend einpasst werden. In diesem Bereich wird das Trassenbrett wieder entfernt. Zur Stabilisierung und für den Aufbau der Brücke wurde in diesem Bereich unterhalb der Spannten noch ein Sperrholzbrett ergänzt.
Abschließend haben wir uns auch schon Gedanken über die elektrische Verdrahtung und die Aufteilung der Belegtabschnitte für die Digitalsteuerung gemacht. Beide Teile werden als Einheit betrachtet und teilen sich einen Belegtmelder mit 16 "Beinen".
Zum 25. Mal fand in der Feldsteinscheune Bollewick bei Röbel die vom Eisenbahnclub Neubrandenburg e.V., dem Modellbahnclub Karow-Lübz e.V. und den Warener Eisenbahnfreunden e.V. veranstaltete Modellbahnausstellung statt. Zum Jubiläum waren wir mit unserer 0e-Anlage auch mit dabei. Bereits am Mittwoch Abend vor der Veranstaltung wurden die Anlagenteile zwecks Transport auf zwei Pkw verteilt. Aktuell sind es zwei große (1,25x0,60x0,50 m³) und ein kleines (0,65x0,60x0,50 m³) Paket. Hinzu kommen dann noch Kisten mit Fahrzeugen, Digitalzentrale und Bäumen sowie Werkzeug, Metallfüße, Beleuchtung, Reisetasche und natürlich Schlafutensilien. Damit waren die Autos auch schon gut gefüllt. Für die nächste Ausbaustufe müssen wir uns also etwas anderes für den Transport überlegen, denn ein zusätzliches großes Paket kommt dann noch hinzu.
Am Donnerstag wurde nach Bollewick gereist und die Anlage aufgebaut. Dies und der anschließende Probebetrieb haben gut funktioniert. So konnte der Abend gemütlich zusammen mit anderen Ausstellern ausklingen.
Vor Beginn der Ausstellung am Freitag Morgen wurde gemeinsam mit Ausstellern, dem ehemaligen Bürgermeister von Bollewick und den Betreibern der Scheune auf die vergangenen Ausstellungen zurück geblickt und auf das Jubiläum angestoßen. Leider hat sich bereits am Freitag eine Dampflok "verabschiedet". Der Zug hatte sich verhakt und die Lok stand fest, ohne dass sich die Räder und der Motor drehen konnten. Nach aktuellem Anschein hat es sowohl den Motor als auch den Sounddekoder erwischt. Mist! Davon abgesehen lief der Ausstellungsbetrieb insgesamt reibungslos. Der neue Triebwagen hat hervorragend seine Runden gedreht und die Anlage bereichert. Nach Ende der weiteren Ausstellungstage wurde wieder bis tief in die Nacht über Eisenbahnen und vieles anderes gesprochen. Am Samstagabend wurde zusätzlich zusammen gegrillt und der Ausstellerabend begangen.
Etwa 750 Besucher haben den Weg in die Scheune gefunden. Eine Zahl mit der man insgesamt zufrieden sein kann. Neben unserer eigenen Anlage wurden unter anderem folgende Anlagen gezeigt: Bahnhof Penzlin der Warener Eisenbahnfreunde, Anschluss Wolf von De Bimmlbahner in H0e, die wieder aufgearbeitete Vogelsberger Westbahn in H0, die TT-Anlage "Anna" vom Karow-Lübzer Modellbahnclub, eine weitere 0e-Anlage von Ulrich Thorhauer, eine H0-Amerikaanlage von Gert Weinmann und ein Bahnbetriebswerk von Matthias Scheller (Modellbahnclub Greifswald e.V.). Darüber hinaus waren einige Händler vor Ort, so dass auch der Bedarf an Modellbahnen und Zubehör gedeckt werden konnte.
Wir haben uns gefreut die Anlage nach anderthalb Jahren wieder zu zeigen und haben viele positive Resonanz erhalten!
Die nächste Ausstellung wird noch in diesem Jahr folgen: Anfang November werden wir die Anlage - hoffentlich schon in der nächsten Ausbaustufe - auf der vom Modellbahnclub Karow-Lübz e.V. veranstalteten Ausstellung in Jarmen präsentieren.
Letztes Jahr im Sommer hatten wir die 3D-gedruckten Gehäuse der Triebwagen in Empfang genommen. Für die kommende Ausstellung im Juli in Bollewick war unser Ziel einen Triebwagen fahrbereit und wenn möglich lackiert einsetzen zu können. Provisorisch gefahren ist der Triebwagen ja bereits. Daraufhin hatten wir uns Gedanken gemacht, wie wir den Digitaldekoder und einen optionalen Lautsprecher verbauen können. Unterm Triebwagen war noch reichlich Platz, so dass es Nahe lag einen Tank als Wanne zu konstruieren, in dem beide Teile untergebracht werden können. Frank hat einen solchen Tank konstruiert und in 3D-Druck erstellen lassen. Nach der ersten Anprobe konnte festgestellt werden: Passt!
Nun stand also der Lackierung nichts mehr im Wege. Zunächst wurde der Triebwagen wieder in seine Einzelteile zerlegt und soweit möglich etwas geschliffen. Das Schleifen gestaltete sich gerade an kleinen Flächen als ziemlich schwierig. Es bleiben also hier und da einige Riefen vom 3D-Druck. Anschließend wurde der Triebwagen in einem Grauton grundiert, anschließend nochmal geschliffen und nochmals grundiert. Als Farbe für den ersten Triebwagen wurde ein Rot mit hellen Zierstreifen oberhalb und unterhalb der Fenster gewählt. Die weiteren Triebwagen sollen andere Lackierungen bekommen. Nach dem Trocknen der Grundierung wurde der Triebwagen also zweimal mittels Airbrush rot lackiert und das Dach mit grau versehen. Für die Lackierung der Zierlinien wurde der Triebwagen mit Maskierband abgeklebt und anschließend die Linien mit beige gesprüht. Leider ist doch etwas Farbe in die Rillen an den Türen gelaufen. Hier wurde versucht mit Pinsel und ruhiger Hand etwas zu korrigieren. Für die Lackierung des Rahmens in schwarz wurde wieder abgeklebt. Diesmal hat das Auftragen der Farbe deutlich besser funktioniert und die Trennkannte zu rot ist ziemlich sauber geworden. Abschließend wurde mittels Airbrush noch etwas gealtert.
Nach dem Trocknen des Lackes konnte der Triebwagen wieder zusammengesetzt werden. Dekoder und Lautsprecher haben jetzt ihren Platz im Tank und der Triebwagen konnte erste Proberunden drehen.
Um im Innenraum sichtbaren Motor und die Drehgestelle zu verdecken wurde mit Pappe eine Inneneinrichtung gebaut. Ein Fenster wird für das WC geopfert und kaschiert so sehr gut den voluminösen Motor. Die Einrichtung wurden ebenfalls eingefärbt. Vielleicht können wir dieses Teil ja später nochmal in 3D-Druck anfertigen?
Der Triebwagen hat auch noch Scheiben aus 0,5mm Klarsichtfolie bekommen und wartet jetzt auf seinen ersten Einsatz.
Bollewick kann kommen!
Der zweite Rahmen wurden um Fußhalter nach dem begonnenen Muster ergänzt. Für die Verbindung untereinander und mit den schon existierenden Modulteilen wurden Bohrungen ausgemessen und angebracht. Die besondere Herausforderung ist die Anschlussmöglichkeit der neuen Teile an zwei verschiedene Modulkanten. Das hatten wir schon früher so geplant, so dass das Landschaftsrelief passend für beide Anschlüsse ist. Ob da später auch die Landschaftsdetails gut harmonieren? Das wird noch Nachdenken erfordern.
Die beiden Rahmen werden keine vollflächigen Deckplatten bekommen. Die ersten Stellproben haben ergeben, dass den rechten Winkeln dieser offenen Rahmenkonstruktion auf andere Weise nachgeholfen werden muss. Wir werden später dünne Diagonalstreben einsetzen, wofür die eingebauten Spanten nur eine geringe Bauhöhe bekommen haben - Platz oben für die Landschaft und unten für die Diagonalen.