Willkommen im Bahnhof Stochow!

Sie haben noch nie etwas von Stochow gehört? Nun ja - das könnte daran liegen, dass es Stochow eigentlich gar nicht gibt!
Wir sind vier Modellbahnfreunde aus Ostmecklenburg, die sich zum Ziel gesetzt haben dem gemeinsamen Hobby nachzugehen. Drei von uns wohnen in Neubrandenburg und der andere ist in Neubrandenburg geboren, arbeitet in Westfalen, ist seiner Heimat aber stets verbunden geblieben.
Es soll eine Gemeinschaftsanlage in der Spur 0 und 0e entstehen, die sich an Motiven aus der Region orientiert. Stochow eben!

Mai 2022: Landschaftsgestaltung im Bahnhof

Bei den vorigen Treffen haben wir viel über die weitere Gestaltung gesprochen. Auf einen Normalspurteil wollen wir nun endgültig verzichten. Dementsprechend entfallen natürlich auch entsprechende Umladestellen. An deren Stelle sollen nun Kopf- und Seitenrampe entstehen. Dazu dann noch ein kleiner Güterschuppen.
Nachdem diese Dinge geklärt waren, haben wir jetzt auf dem ersten Bahnhofsteil die Gleise eingeschottert. Zwischen den Gleisen und im Bereich hin zur Modulkante wurde gleich auch noch die Landschaft gestaltet.

Bahnhof Bahnhof Bahnhof

Juli 2021: Noch mehr Kopfsteinpflaster und Gleise einschottern

Zwischenzeitlich wurde die Kopfsteinpflasterstraße auf dem ersten Teil fertiggestellt. Einige tausend Steine wurden per Hand verlegt und die Fugen anschließend mit Sand verfüllt.
Nachdem die Straße fertig war, konnten wir uns auch noch ein paar Gedanken über die weitere Gestaltung machen. Der Standort der Gartenlaube wurde nochmal geändert und nun wird sie samt Kleingarten zwischen den beiden Einfahrtgleisen platziert.
Der Anschluss an die Straße wurde zum Teil erhöht und anschließend mit Zeitungspapier verschlossen.
Außerdem wurden die Gleise auf dem Teil mit Sand eingeschottert.

Modul mit Bahnhofseinfahrt Modul mit Bahnhofseinfahrt Modul mit Bahnhofseinfahrt Modul mit Bahnhofseinfahrt Modul mit Bahnhofseinfahrt

Januar 2020: Kopfsteinpflaster und Bahnübergang

Die Kopfsteinpflasterstraße wurde wieder ein paar Zentimeter verlängert. In diesem Bereich haben wir auch begonnen die Straße mit dem üblichen Buckel in der Mitte zu versehen. Am ersten Teilstück würden die Fugen bereits mit feinem Sand verfüllt. Außerdem wurde mit kleinen Holzstücken im Bereich der zwei Bahnübergänge die Lücke zwischen Straße und Gleis geschlossen.

Bahnübergang Bahnübergang Straße Straße

Entkuppler Bauart Stochow

Rangieren wird ein interessanter Teil auf der Stochow-Modellbahnanlage werden. Dabei immer mit der Hand eingreifen zu müssen, ist für uns kein verlockender Gedanke. Also muss ein Stück Mechanik her, wenigstens für die häufigsten Fälle.

Man kann sicherlich elektrische Kupplungen an Loks und einigen Wagen verwenden. Da sind wir jedoch nicht begabt genug, um solche Einbauten vorzunehmen. Also muss etwas in die Anlage eingebaut werden.

Eine wichtige Entscheidung ist die Art der Kupplung. Wir wollen bei der Magic-Train-Kupplung bleiben. Viele andere Möglichkeiten haben wir angeguckt, aber wenn der Fahrspaß und eine gewisse Zuverlässigkeit bei der Automatisierung im Mittelpunkt stehen soll, dann ist diese Kupplung nicht schlecht.
Zum Entkuppeln besitzt diese Kupplung einen Dorn, der beim Anheben von unten den Kupplungsbügel aus dem Partner-Bügel hebt. Aber man darf nur einen der Bügel zum Entkuppeln anheben.

Die Verwendung von Servos bot sich an. Es gibt schon Weichenantriebe mit Servos und die entsprechenden Decoder unter unseren Modulen, die Justierbarkeit versprach Vorteile, die Geräuschentwicklung ist gering und die Kosten halten sich mittlerweile in Grenzen.
Die Mechanik sollte einfach montierbar sein. Auch sollte ein Entkuppler nachträglich ins Gleis eingefügt werden können, und auch rückstandsarm und ohne Gleisarbeiten ausbaubar sein. Ausfälle der Servos dürfen keine Betriebsbehinderung verursachen.

Ein erster Versuch wurde mit kleinen Scheiben von etwa 10 mm Durchmesser zwischen den Schienen unternommen. Eventuelle Verdrehungen der Scheibe spielten keine Rolle. Daher würde eine Bohrung reichen, war die Idee. Die Tests verliefen nicht gut, denn nicht immer hält die Rangierabteilung so, dass die kleine Scheibe den Dorn trifft. Mit Blick auf eine eventuelle Automatisierung waren die Trefferraten viel zu gering.
Schon mit der Scheibe war die Anlenkung des sich kurvenförmig bewegenden Servoarms an die senkrechte Betätigungsstange Gegenstand vieler Ideen und Versuche. Aber entweder war die Konstruktion zu labil oder zu aufwendig. Technisch elegante Umlenkungen waren nur schwer in Serie vorstellbar.

Nach viel Grübeln, Reden und Experimentieren wurde eine aus früheren Bauten bekannte Bauart aufbereitet. Eine Hubplatte aus leicht abgekantetem Messingblech (0,3 mm dick) wird durch einen Bügel aus 1-mm-Messingdraht angehoben. Die Platte reicht über drei Schwellen. Dass man von jeder zweiten Kupplung den Entkupplungsdorn abschneiden muss, nehmen wir hin.
Der Bügel wird in zwei Löchern durch die Grundplatte geführt. So kann sich die Platte nicht verdrehen. Das Betätigungsende des Bügels (an dem später der Servo angreifen soll) wurde etwa 25 bis 30 mm länger als die Anlagen-Grundplattendicke belassen, während das freie Ende nur 10 mm unter die Grundplatte reicht. Wir rechnen mit einem Hub der Platte von um die 7 mm. Am Betätigungsende wurde eine Hülse aus 2-mm-Messingrohr eingesetzt, die unter der Grundplatte abschließt und über der Grundplatte 1 mm unter der Schwellenoberkante endet. Auf der freien Seite des Bügels haben wir keine Messinghülse eingesetzt, da wir nicht so genau arbeiten konnten. Uns war wichtig, dass der Bügel von allein in die beiden Bohrungen fällt. Hier war ziemlich genau senkrechtes Bohren und rechtwinkliges Biegen nötig.
Der Bügel wurde nach erfolgreicher Steckprobe mit der Hubplatte verlötet. Wir haben mehrere Anläufe gebraucht, bis die Platte tatsächlich mittig zwischen den Gleisen lag. Wir haben uns für etwa 10 mm breite Hubplatten entschieden, um den Entkupplungsdorn sicher zu treffen. Sicherlich kann man hier optimieren.
Der Metalleinsatz einer Lüsterklemme wurde nun mit der oberen seiner beiden Schrauben als Sicherung am Betätigungsende unter der Grundplatte angebracht. Die zweite Schraube haben wir durch eine M3x10-Schraube ersetzt, auf die vor dem Einsetzen zwei Unterlegscheiben 3,2 x 9 aufgefädelt wurden. Es gibt unterschiedliche Lüsterklemmen, daher können dann M2- oder M2,5-Schrauben und andere Scheiben erforderlich sein.
Ein etwa 160 mm langes Stück 0,8-mm-Federstahldraht wurde an beiden Enden U-förmig gebogen. Ein U wurde zwischen die beiden Scheiben der Lüsterklemme gesetzt. Das andere U bekam noch einen leichten Haken in Richtung Grundplatte und diente dann mit einer kleinen 3-mm-Halbrundkopfschraube zur Befestigung im hölzernen Untergrund. Der kleine Haken verhindert ein Verdrehen und Verschieben des Betätigungshebels. Beide U-Enden sollen ein gewisses Spiel und Einstellmöglichkeiten aufweisen, deswegen etwa 20 bis 25 mm lang ausfallen. Der Hebel soll sich zwischen den beiden Scheiben an der Lüsterklemme in Längsrichtung einige Millimeter klemmfrei verschieben lassen. Das ließ sich mit Hilfe des ebenfalls länger ausgeführtem U der Befestigung beim Anziehen der Befestigungsschraube einstellen.
Etwa 20 mm von der Lüsterklemme entfernt wurde der Federstahldraht zweimal abgewinkelt, so dass noch etwa 15 mm Betätigungsweg bsi zur Gunrplatte übrig bleiben.
Je nach Platz unter der Anlage muss der Hebel nicht etwa wie bei uns fast in der Gleisachse verlegt werden, sondern kann auch in beliebigem Winkel verlaufen. Auch in sich gewinkelte Verläufe sollten realisierbar sein.
Die Federkraft wurde bei uns (durch Biegen des Drahts) so eingestellt, dass die Hubplatte gerade so in ihrer unteren Lage festgehalten wird.
Durch Betätigung des Hebels etwa an der doppelten Abkantstelle kat sich der Entkuppler mit sinnvollem Hub bewegen lassen.
Die Bewegung des Hebels übernimmt eine M2x20-Schraube, die in eine leicht erweiterte Bohrung eines Servoarms eingesetzt wird. Je näher die Schraube am Mittelpunkt der Drehung liegt, desto größer ist der nutzbare Drehwinkel des Servos. Wir haben die innerste Bohrung gewählt. Der Arm wurde dann auf das erforderliche Maß gekürzt.
Der Servo wird so direkt auf die Anlagengrundplatte montiert, dass sein Arm etwa 20 mm von der Abkantstelle des Hebels entfernt diesen in Richtung Anlagengrundplatte drücken kann. Die Drehbewegung des Servos wird nun sicher in eine Bewegung des Hebels umgesetzt, der seinerseits längsverschieblich mit dem Bügel gekuppelt ist.
Dann bleibt nur noch, die Endlagen und die Bewegungsgeschwindigkeit des Servos einzustellen und einen Probelauf mit Fahrzeugen zu machen.

Zur Zeit ist ein Exemplar des Entkupplers im Test. Die nächste Ausstellung wird zeigen, wie zuverlässig er funktioniert. Vielleicht ist schon an eine kleine Automatikfunktion zu denken?

Standort Bügel Hubplatte im Gleis Hubplatte und Bügel Verlötet Hebel Befestigung Kupplung Servoantrieb Justieren der Hubhöhe

Der Plan: Erstens kommt es anders, ...

... und zweitens als man denkt! Auf der Ausstellung in Ferropolis hatten wir nun erstmals die Anlage in Betrieb. Bis zu drei Zügen pendelten vom Bahnhof in den Abstellbahnhof und zwei weitere Zuggarnituren führten Rangierfahrten im Bahnhof durch.
Dabei stellten wir schnell fest, dass das Gleis rechts oben am Ende des Bahnhofes zu kurz ist. Aktuell reicht die Länge nur für eine Lok mit einen Waggon. Das ist aber für die Bedienung des Werksanschlusses sehr mühselig. Hier muss also in irgendeiner Form eine Verlängerung her.
Des Weiteren sollen natürlich die Pendelzüge Geschichte sein. Hierfür war ja sowieso schon eine Wendeschleife vorgesehen. Allerdings bleibt hiermit das Problem, dass alle Züge im Bahnhof umgespannt werden müssen. Das ist aber gerade für einen automatischen Betrieb ungeeignet.
Als dritter Punkt wurde die zu kurze freie Strecke identifiziert. Nachdem Züge die Rechtskurve aus dem Bahnhof passiert haben folgt sofort die Abstellung bzw. später einmal die Wendeschleife.
Daraufhin haben wir uns zusammen gesetzt, nachgedacht und unseren Plan modifiziert: Statt der Wendeschleife soll nun ein Rundkurs mit zusätzlicher Haltestelle und Abstellbahnhof entstehen. Die Haltestelle soll zusätzlich eine kleine Verladestelle bekommen. Aus unserem Endbahnhof wird nun also ein Durchgangsbahnhof. Der Spur 0 Teil ist zunächst einmal zurück gestellt. Die Verladung von Normalspurwagen auf Rollwagen (unten rechts) soll aber auf jeden Fall angedeutet werden.
Als nächste Ausbaustufe soll die Strecke vom Bahnhof bis zur Haltestelle entstehen. Diese passt dann auch an den zweiten Ausgang unseres Bahnhofs. Damit hätten wir dann für Erste zwei Äste, auf denen Betrieb durchgeführt werden kann.

Neuer Gesamtplan Plan der nächsten Ausbaustufe

[<< Ältere Beiträge]